Unser kurzer Roadtrip durch Rumänien – Bukarest und Brașov

Roadtrip durch Rumänien

Rumänien? Transsilvanien, Dracula, Knoblauch und heulende Wölfe – viel mehr fällt den meisten spontan nicht ein zu dem Karpatenland.

Rumänien ist eines dieser Länder, das vielleicht nicht unbedingt ganz oben auf der Wunschliste der meisten Reisenden steht. Zu Unrecht, wie wir finden!

Rumänien ist ein wunderschönes Land. Hier sind unsere Eindrücke und Erlebnisse.

Wie kommt man auf Rumänien? Wie gesagt, sehen die meisten Rumänien als ein „obskures“ Reiseziel an. Auch unseren Freunde und Familien ging das so.

Weil wir viel sehen wollten und gerne mobil sind, haben wir uns dazu entschieden, ein Auto zu mieten. Unsere Unterkünfte waren meist nicht allzu zentral und die Busverbindungen nicht optimal. Autofahren in Rumänien kann etwas zeitraubend sein, da die Straßen teilweise in wirklich schlechtem Zustand sind.

Rumänien | Lambus
Die Straßen in Rumänien können sich manchmal etwas Offroad anfühlen, aber dafür wird man meistens mit einem fantastischen Ausblick belohnt

Wenn ihr auf der sicheren Seite sein wollt, solltet ihr daher auf Google Maps und dessen Einschätzungen vertrauen, selbst wenn laut Karte eine kleine Stichstraße viel direkter zum Ziel führen würde. Wenn man ohne Auto reisen möchte, ginge das sicherlich auch mit etwas mehr Vorbereitung.

Die Landschaft

Einer der größten Gründe für uns nach Rumänien zu reisen, war die Landschaft. Meer, Berge und Wälder – Betrachtet man die Landschaft, fallen einem nur Superlativen ein. Die Flüsse sind klar, die Bäume üppig und teilweise voller Schnee. Rumänien ist ebenfalls ein Paradies für Bergsteiger und Wanderer. Auch wir hatten vor, hier ein wenig wandern zu gehen.

Rumänien
Rumäniens Landschaften sind wunderschön und wirken noch nahezu unberührt

Wir hatten das Gefühl, das Land sei immer noch „unberührt“

Jeden Monat erscheinen mehr und mehr Blogposts über Rumänien (so wie dieser hier 😉 ) und wir wollten die Chance wahrnehmen, es kennenzulernen, bevor die Touristenströme kommen und es sich zu sehr verändert.

Hier gehen Gegensätze Hand in Hand

Für uns war Rumänien ein Land der Kontraste.  Neben der pulsierende Hauptstadt gibt es auch dörfliche Idyllen, wie aus der Vergangenheit. Teilweise hat man das Gefühl,  innerhalb weniger Kilometer zwischen den Jahrhunderten zu reisen.

Landwirtschaft in Rumänien
Zwischen Pferdegespann und 10 000-ha-Betrieb – nirgendwo in der EU sind die landwirtschaftlichen Gegensätze größer als in Rumänien.

Gut zu wissen

Sicher keine Neuigkeit für Euch, aber wir sagen es noch einmal: Rumänien ist gemessen an westeuropäischen Standards ein armes Land. In den ländlicheren Regionen ist jedes Haus ist praktisch autark und ernährt sich selbst. Deshalb begegnet man auch so vielen Tiere in den Dörfern!

Rumänien ist extrem günstig

Die Währung ist Lei. Zum Zeitpunkt unseres Besuches waren 1 Euro ca. 4,5 Lei wert. Für deutsche Verhältnisse waren das Essen und alles andere in Rumänien daher sehr günstig.

Noch ein Wahnsinns-Ausblick, den wir genießen durften

Unsere Zeit in Rumänien haben wir vor allem in der Hauptstadt Bukarest und in Brașov verbracht. Bei unserem nächsten Mal in Rumänien planen wir auch einen Abstecher in die UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Sibiu (auch genannt Hermannstadt). Die Altstadt soll hier wunderschön sein. Wenn ihr weitere Empfehlungen haben solltet, hinterlasst sie uns gerne in den Kommentaren!

Ankunft in Bukarest

Wie kommt man nach Rumänien? Nach Rumänien kann man entweder fliegen, mit dem Auto fahren oder die öffentlichen Verkehrsmittel nehmen. Aus Zeitgründen und da wir ziemlich im Nordwesten Deutschlands wohnen, haben wir uns entschieden, von Amsterdam aus nach Bukarest zu fliegen. Am Flughafen haben wir unseren Mietwagen abgeholt und sind dann in die Stadt hineingefahren.

Dort haben wir eine Nacht in einer kleinen Wohnung mitten in der Altstadt Bukarests verbracht, die wir über Airbnb gebucht hatten. Hier könnt ihr euch die Wohnung ansehen und buchen, solltet ihr auch mal in der Gegend sein. Sicher ist wohl, dass man in Bukarests gigantischen Malls ganz hervorragend einkaufen kann.

Abendessen im Gasthof des Manuc

Wir haben uns stattdessen lieber durch die Straßen treiben lassen und im Hanul lui Manuc, dem Gasthof des Manuc, zu Abend gegessen. Der Gasthof ist ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude mit einem schönen Innenhof und tollen Erkerfenstern neben dem Fluss Dâmbovița.

Das Essen war ebenfalls toll. Auch als Vegetarier*in kommt man voll auf seine Kosten. Ich würde allerdings empfehlen einen Tisch zu reservieren, wir hatten Glück und haben den letzten Tisch für zwei bekommen. Alternativ könnte man im Caru‘ cu Bere essengehen, das auch bei Einheimischen sehr beliebt ist.

Ein kleiner Tipp zu Bukarest allgemein: Probiert euch durch das zahlreiche Angebot an Backwaren und kleinen Süßspeisen, die in Cafés an jeder Ecke angeboten werden. Es lohnt sich auf jeden Fall!

Panorama in Brașov

Am nächsten Tag brachen wir gegen 10:00 Uhr nach Brașov oder auch Kronstadt auf. Unser Frühstück haben wir uns vorher in einer kleinen Bäckerei, namens TipTop in der Strada Lipscani geholt. Zwei Brezel und zwei heiße Schokoladen für umgerechnet nicht einmal zwei Euro. Das Preisgefälle hat uns zwischendurch immer wieder erstaunt.

Schon auf der zweieinhalbstündigen Fahrt nach Brașov waren wir ganz begeistert von der Landschaft um uns herum. Weitläufige Bergketten, klare Flüsse und in gold und orange getauchte Wälder, da wir im Herbst dort waren. Wir sind zwischendurch immer wieder angehalten, um die Aussicht zu bestaunen. Leider standen wir unterwegs auch im Stau und kamen daher erst gegen Nachmittag in Brașov an. Wir hatten dort dieses großartige Airbnb mit einer fantastischen Aussicht über die Stadt und die Berge. Mein Lieblings-Airbnb so far.

Ausblick Airbnb Rumänien
Der Ausblick aus unserem Airbnb

Nachdem wir uns kurz ausgeruht hatten, sind wir im frühen Abend in die Stadt gefahren, um etwas bei Dai Mattoni zu essen und uns die Stadt schon mal ein wenig anzusehen. Brasov ist ein hübsches Städtchen am Fuße der Berge. Hier geht es auf jeden Fall entschleunigter zu als in der Hauptstadt Bukarest.

Wandern im Nationalpark Piatra Craiului

Frühstück
Unser Frühstück im Bistro de l’Arte

Am nächsten Tag sind wir nach unserem Frühstück im Bistro de l’Arte sind wir zu unserem Tagesausflug aufgebrochen. Während des Essens hat uns die Bedienung das Bärenreservat am Rande des Nationalparks Piatra Craiului empfohlen.

Das Gebiet mit einem über 69 Hektar großen Eichenwald, beherbergt heute ca. 100 befreite Bären. Wir waren allerdings nicht in dem Reservat, sondern stattdessen im Nationalpark wandern. Trotz der manchmal anstrengenden Anstiege hat es uns einen Riesenspaß gemacht.

Wir sind zunächst zum Piatra Craiului National Park Visitor Center gefahren und haben dort eine Karte vom Park gekauft. Die nette Dame am Empfang hat uns außerdem eine zu unserer Erfahrung passende Route empfohlen.

Ein Besuch im Piatra Craiului National Park lohnt sich auf jeden Fall

Falls ihr keine erfahrenen Wanderer seid, oder euch vorher schon genauer mit den Routen auseinander gesetzt habt, würden wir euch raten, es genauso zu machen. Wir haben es immerhin trotz Karte und zwischendurch verfügbarer Google-Maps-Funktion geschafft, uns einmal zu verlaufen.

Doch Glück im Unglück – Dieser Irrtum hat uns zu unserem persönlichen Highlight im Park geführt. Einer riesigen Lichtung mit Ausblick ins Tal und auf die Berge unter uns.

Solltest du nach Rumänien reisen?

Ja – auf jeden Fall! Rumänien ist ein wirklich schönes Land. Wie jedes Land hat es seine Stärken und Schwächen. Wer jedoch auf der Suche nach einem Ziel abseits der ausgetretenen Touristenpfade ist, das von schneebedeckten Bergen bis zum feinen Sandstrand alles zu bieten hat, sollte für Rumänien ganz schnell einen Platz auf seiner Reisliste frei machen.

Die Lichtung auf der wir auf einmal standen, war unser persönliches Highlight

Es ist mehr als nur Dracula Souvenirs und günstige Preise. Rumänien verfügt beispielsweise über den tiefstgelegenen Freizeitpark und Kurort der Welt. Die Salina Turda führt ihre Besucher bis zu 120 Meter unter die Erdoberfläche. Wir freuen uns darauf, bald zurückzukehren, um mehr von diesem Land zu entdecken.

Was ist deine Meinung? Hast du Tipps, was wir besuchen oder erleben sollten? Warst du bereits in Rumänien oder überlegst du, bald dorthin zu reisen?


So einfach war (gemeinsame) Reiseplanung noch nie! Holt euch jetzt die Lambus App für iOS und Android:

Lambus | Group Travels
Preis: Kostenlos

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.